Kornzerkleinerung - Qualitätsmerkmal im Silomais

Silomais ist ein wichtiger Energielieferant in vielen Milchviehrationen. Die Energie steckt in erster Linie in den Maiskörnern (Stärke).

Damit diese Quelle genutzt werden kann, müssen die Körner beim Häckseln ausreichend zerkleinert werden, sonst kommt es sehr leicht zu Körnern im Kot. Das ist ungenutzte Energie.
Vier Schritte: Körner werden in Eimer gekippt, Mais schwimmt auf und wird dann abgegosen. Maiskörner bleiben im Eimer zurück.Zoombild vorhanden

Kornzerkleinerung beurteilen

Wie beurteilt man die Kornzerkleinerung?
Eine Möglichkeit zur Beurteilung bietet ein Eimer Wasser (ca. dreiviertel gefüllt). In diesen geben Sie eine standardisierte Menge an Silomais (ca. 1 l lockeres Material). Tauchen Sie den Mais mehrmals unter Wasser, lassen Sie den Mais dann aufschwimmen und gießen Sie das Ganze vorsichtig ab.
Maiskörner (ganze, angeschlagene und Bruchstücke) sinken auf den Boden ab und bleiben am Eimergrund zurück. Bei Bedarf – falls noch größere Mengen an Maisteilen zurückbleiben – das ganze Prozedere wiederholen.

Ergebnis

Nachdem abgegossen worden ist, können die Körner am Eimerboden kontrolliert werden.

Wie sollte das Ergebnis aussehen?

  • Ganze Körner – selbst angeschlagen – sollten gar nicht zu finden sein.
  • Halbe Körner nur sehr wenige, eigentlich sollten alle Körner mindestens geviertelt sein.
  • Noch besser ist es, wenn die Körner komplett "geschrotet" wurden.
Kornzerkleinerung kontrollieren
Jedes Korn mindestens einmal, besser zweimal und öfter durchgeschlagen.
Viele ganze Körner

Schlechte Kornzerkleinerung

Mäßig zerkleinerte Körner

Mäßige Kornzerkleinerung

Zerkleinerte Körner

Gute Kornzerkleinerung

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